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Spurenelemente - Inhaltsverzeichnis

 

ZINK - Erhöhter Bedarf

 

-          Schwangere und Stillende

   

Auswirkungen von Zinkmangel während der Schwangerschaft und der Stillzeit:  

-          angeborene Fehler, gestörtes Immunsystem des Kindes - Krankheiten, Allergien, Entwicklungsstörungen

-          Fehlen von Immunantwort nach Impfungen

-          Wochenbettdepressionen

-          Frauen mit Spannungszuständen und Depressionen in der ersten Woche vor  der Menstruation

-          Zyklusstörungen  bei Frauen

-          Diabetes

-          Alkoholismus

-          starker Schweissverlust (sportliche Aktivität)

 

Zinkverlust über die Schweissdrüsen:  

-          normal: 1,5 mg/d,

-          bei körperlicher Anstrengung: 6 mg/d.    

-          Lebererkrankungen ( Hypoalbuminämie)

-          Psoriasis

-          Anämien

-          schnelles Wachstum (Kindheit, Adoleszenz)

-          Jugendliche: Während der Pubertät benötigt der Körper grosse Menge an Zink für das Wachstum, die Funktion der 

         Ovarien und der Prostata, für die Bildung der Samenbläschen, für die Hoden etc. Durch die so entstehende 

         ungenügende Zinkversorgung können bei Jugendlichen Hautprobleme verursacht werden (Aknepatienten). 

         Denn Zink ist in der Haut verantwortlich für die Synthese (für die Menge des produzierten Kollagens) und für die

-          Bei Langzeiteinnahme von Cortison

-          Zufuhr bereits vor Operationen als vorbeugende Massnahme

-          Senioren

   

Probleme bei älteren Menschen:  

-          geringerer Zink-Konsum als jüngere Menschen

-          geringere Bioverfügbarkeit ihres diätetischen Zinks

-          Vorliegen bestimmter Krankheitszustände

-          Einnahme verschiedener Medikamente, die ihren Zink-Ernährungs-status beeinflussen.  

-          Diäten zur Gewichtsreduktion

-          Erhöhter Kupferwert: Einnahme der Pille (OCP), Verhütung durch die Spirale, Trinkwasser (Kupferleitungen),

         Kupfergeschirr  

  Empfohlene Tagesdosis

   

Männer allg.

Frauen allg.

Kleinkinder

Kinder und Jugendliche

Ältere Menschen

Schwangere und Stillende

15 mg

 

12 mg

 

10 mg

 

10-20 mg

 

10-20 mg

 

20-30 mg    (15/19 mg)

 

Die genannten Mengen sind Richtwerte, die 1995 von der DGE herausgegeben worden sind und sich auf gesunde Personen beziehen.

Der Tagesbedarf ist ein zur Verhinderung von Mangelerscheinungen nicht zu unterschreitender Wert. Die heutige durchschnittliche Tageszufuhr in Europa liegt bei ca. 10 mg bei den Frauen und ca. 12 mg bei den Männern. 44% weisen eine mangelhafte Zufuhr auf. Bei Schwangeren haben sogar 2/3 eine mangelhafte Zinkzufuhr.

Dennoch wird Zinkmangel relativ selten diagnostiziert, da viele der betroffenen Personen äusserlich gesund aussehen.

Malnutritionen sind relativ häufig bei Heimkost sowie bei ausschliesslich parenteraler Ernährung.

Die Wirkung einer Zinksupplementierung ist oft erst nach Monaten ersichtlich, was mit der Lebensdauer der roten Blutkörperchen zusammenhängt. In jedem Fall ist die Kombination von Zink und Mangan wirksamer als jedes der beiden Elemente für sich allein.  

Mögliche Ursachen von Zinkmangel

(Exogene und endogene Einflüsse und Krankheiten mit Gefahr von Zinkmangel)

 

-          unzureichende Zufuhr: häufig bei Kleinkindern, Jugendlichen, Senioren, Reduktionsdiäten, Fasten, parenteraler und

         einseitiger Ernährung, Ernährung auf Kuhmilchbasis, Malnutrition

-          vegetarische und teilvegetarische Ernährung

-          verminderte Aufnahme durch erhöhte Zufuhr von Calcium, Phosphor, Phytat oder Nahrungsfasern; chronische

         Schwermetall-Vergiftungen

-          vermehrte Ausscheidung

-          Abführmittel

-          Resorptionsstörungen: Pankreasinsuffizienz

-          starker Alkoholkonsum

-          Gewebezerstörungen: Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt

-          veränderte Stoffwechsellagen (Menopause)

-          Diabetes mellitus

-          Infektionen, Blutungen mit erhöhtem Zinkverlust

-          Resorptionsstörungen: entzündliche und parasitäre Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Diarrhöe

        (Durchfall); Acrodermatitis eneropathica (genetisch bedingte Zinkmangelkrankheit)

-          Nieren- oder Lebererkrankungen

-          Gewebezerstörungen durch entzündliche rheumatische Erkrankungen

-          Krebs

-          Anämien (Blutanämie)

-          Wechselwirkungen mit Medikamenten

Folgen von Mangelzuständen

 

Klinische Symptome

 

-       Wachstumsstörungen, Wachstumsverzögerungen, insbesondere im Bereich der Sexualorgane, späte Pubertät

-       Unterfunktion der Hoden bzw. der Eierstöcke, verminderte Spermienbildung, Ovulationsstörungen, verminderte Fertilität,

        Unfruchtbarkeit, Mastopathie, Uterus myomatosus, Komplikationen während der Schwangerschaft, Prostataerkrankungen,

        Corpusluteum-Insuffizienz, Amenorrhoe, Impotenz, post-partum-Depressionen

-        Maculadegeneration

-          weisse Flecken an den Fingernägeln (Leukonychie), Haarausfall (Alopezie), Dermatitis, Akne, Ekzeme, Hautausschläge,

         Dermatitis,

         Akne, Ekzeme, Hautausschläge, Psoriasis (Schuppenflechte), Pusteln, Verhornungen, verzögerte Wundeheilung

-          geschwächte Immunreaktion mit Infektionsanfälligkeit

-          verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung, Nachtblindheit, Appetitlosigkeit (häufig begleitet von Anorexie),

        Gewichtsprobleme

-          Depressionen, Reizbarkeit, Psychosen, Schizophrenie, Lethargie, Aggressivität, Hyperaktivität, 

         Konzentrationsstörungen, Pyrrolurie, Lernschwächen, geistige Retardierung, Halluzination, Erschöpfungssyndrom,

         Irritabilität

-          Durchfall, gestörte Funktion der Schleimhaut

-          Anämien

-          Maligne Tumore

-          Alkoholintoleranz

-          vermehrtes Schwitzen

-          vermehrte Grand-Mal-Anfälle bei Epileptikern (Epileptiker weisen evl. eine verminderte Mangan-Konzentration im Blut auf, 

        deshalb ist es sinnvoll, vor Zink-Supplementierung erst mit einer Mangan-Supplementierung zu beginnen.)

-          Hypercholesterolämie

-          Erhöhte Lipidoxidation

 

Bei folgenden Krankheiten ist zudem ein Zink-Mangel möglich:

-          Arthrosis deformans

-          Adipositas

-          Asthma bronchialis

-          Alzheimer

-          Multiple Sklerose

 

Weitere Einsatzgebiete:

-          Patienten mit niedrigem Blutdruck, kalten Extremitäten

-          Menstruationsbeschwerden

-          Wochenbettdepressionen

-          Unerfüllter Kinderwunsch

-          Minderung von Malariaanfällen

-          Verbesserung der Muskelstärke und der Ausdauer

-          Zinkmangel bei Nikotinaufnahme

-          Gicht (während den akuten Krankheitsphasen): Verminderung der Anfälle

-          Verhinderung der diabetischen Retinopathie mit Antioxidantien wie Zink

 

 

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