Fluhstrasse 30, 8640 Rapperswil - Switzerland
Tel. ++41 (0) 55 210 24 68, Fax: ++41 (0) 55 210 05 43, e-mail: orthomedis@bluewin.ch

Head of the company: Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem.

      

  Home Company Info Contacts Search

    Press release Angebote Service Angebote 

horizontal rule

Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan

 

Mangan - Startseite

 

 

Therapeutische Hinweise

 

· Das im Blut vorkommende Mangan ist hauptsächlich in den roten Blutkörperchen enthalten, wo es als Bestandteil des Porphyrin-Moleküls fungiert. Wenn

  nun der Mangangehalt im Vollblut laufend gemessen wird, so hängen die Veränderungen zum Teil von der Lebensdauer der Erythrozyten ab, welche sich im

  Durchschnitt auf 120 Tage beläuft. Die Einwirkung besonders einer Zinksupplementierung auf den Manganwert zeigt sich deshalb erst nach Monaten.  

 

· Bei über 40jährigen Patienten kann die orale Mangan-Zufuhr gelegentlich den Blutdruck etwas erhöhen, und es können Spannungskopfschmerzen auftreten.

  Falls diese Symptome eintreten, sollte die Mangandosis reduziert oder die Supplementierung vorübergehend ganz gestoppt werden, bis sich der Blutdruck

  normalisiert hat und die Kopfschmerzen abklingen. Dann kann in etwas grösseren zeitlichen Abständen und geringeren Dosen wieder Mangan supplementiert

  werden, sofern die Blutwerte niedrig bleiben und eine spezielle Anzeige vorhanden ist.

 

· Abends eingenommenes Mangan kann eventuell eine zu stark traumanregende Wirkung entfalten.

   

Einnahmeempfehlungen

 

Organsich gebundene Formen wie Mangangluconat oder Chelate weisen im Allgemeinen eine höhere biologische Verwertbarkeit auf als Mangansulfat.

Die supplementäre Tageszufuhr wird vorzugsweise in mehreren kleinen Dosen über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten eingenommen.

Bei einer eine Kalziumtherapie begleitenden Mangansupplementierung sollte die Zufuhr der beiden Elemente tageszeitlich getrennt erfolgen.

   

Interaktionen

 

Mangan steht im Antagonismus mit Kupfer, Eisen, Zink und Kalzium. Bei erhöhten Kalzium-, Zink-, Phosphor-, Eisen-, Kobalt-, Cholin- und Äthanolzufuhren kommt es zu Resorptionsstörungen von Mangan im Darm.

 

Die Wechselwirkungen von Mangan mit:

· Kalzium

· Kupfer

· Phosphat

· Eisen (in pflanzlichen Nahrungsmitteln)

· Zink

· Antacida, Gerbstoffe (z. B. Schwarztee)

· Psychopharmaka (Komplexbindung)

· Orale Kontrazeptiva

 

®

®

®

®

®

®

®

®

vermindert die Mangan-Resorption

vermindert die Mangan-Resorption

vermindert die Mangan-Resorption

vermindert die Mangan-Resorption und behindert die Utilisation von Mangan

erhöht die Manganaufnahme im Plasma

vermindern die Mangan-Resorption

tardive Dyskinesie

senken Manganspiegel im Blut vermindert Mangan-Bioverfügbarkeit

 

Überdosierungen / Toxizität

 

Mangan ist oral verabreicht in einem sehr weiten Bereich ungiftig. Bei einer erhöhten Aufnahme durch die Nahrung sind keine schädliche Wirkungen festgestellt worden. Bisher sind nur Fälle von Manganintoxikationen in der metallverarbeitenden Industrie und im Bergbau bekannt. Sie wurden bei Arbeitern beobachtet, die über längere Zeiträume von Manganstaub umgeben waren. Eine solche chronisch exzessive Langzeit-Exposition gegenüber Manganoxidstaub erhöht das Risiko einer Demenzerkrankung. Die Intoxikationen können sich auch über schwere Kopfschmerzen, Lernschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, Erhöhungen des Blutdruckes, Halluzinationen, neurologische und parkinsonähnliche Störungen, Psychosen und Atemwegsbeschwerden äussern.

 

a) Gefahrenquellen  

Gefahrenquellen sind besonders Gewinnung, Transport, Verarbeitung und Verwendung von Mangan oder seinen Verbindungen, sofern diese Stoffe als Staub oder Rauch eingeatmet werden können. Dies trifft auch für das Elektroschweissen mit manganhaltigen, ummantelten Elektroden zu. Eine besondere Gefahrenquelle sind Braunsteinmühlen.

Zum Teil wird auch vor manganreichem Trinkwasser gewarnt.

b) Aufnahme  

Mangan und seine Verbindungen werden in exzessiver Menge praktisch nur über die Atemwege aufgenommen. Nach Akkumulation durch Inhalation konzentriert es sich in den Basalganglien. Sie schädigen nach Langzeitexposition meist in erster Linie das zentrale Nervensystem. Besonders degenerieren die Ganglienzellen im Putamen, Nueleus caudatus, Globus pallidus und im Thalamus.

c) Folgen von überdosierter Exposition  

Eine exzessive chronische Belastung steigert das Risiko für Parkinsonismus oder für ein parkinsonartiges Syndrom, wie zum Beispiel Manganismus.

Als Folge können auch Überregbarkeit und Gewalttätigkeit, Psychosen, Koordinationsverlust sowie Demenz auftreten. Untersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen hohen Manganwerten und Lernstörungen bei Kindern. Möglicherweise verursachen zu hohe Mangankonzentrationen einen verminderten Dopamin-Umsatz, der zu erhöhter lokomotorischer Aktivität führt. Die Neurotoxizität resultiert also aus dem Mangel an Dopamin und aus der Bildung der Neurotoxine Dopamin-chinone und Wasserstoffsuperoxyd.

Eine akute Einwirkung grösserer Mengen kann zu lokalen Reizerscheinungen an den Atemwegen führen. Zudem ist durch die örtliche Schädigung der Schleimhaut gelegentlich eine sogenannte Manganpneumonie (kruppöse Pneumonie) möglich.

Zusätzlich wird von Fällen berichtet, in denen es infolge einer zu hohen Belastung zur Schädigung innerer Organe, insbesondere der Nieren gekommen ist.

 

Krankheiten im Zusammenhang mit Mangan

 

Manganismus -Manganüberschuss

 

Der Manganismus weist in seinem Erscheinungsbild und seinem Verlauf der Parkinsonschen Krankheit ähnliche Züge auf. Oft gehen uncharakteristische Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Schwindel, Schwäche und Apathie voraus.

Dabei entwickelt sich die Krankheit langsam, wobei es bei den Patienten zu einer Fortbewegungsbeeinträchtigung kommt, die sich erst in einem breitbeinigen und unsicheren Gang zeigt und schliesslich zu einer mit „Hahnentritt“ oder „Steppergang“ bezeichneten Gangart führt, bei der der Betroffene sich nur noch durch kleine, trippelnde Schritte, häufig in Spitzfussstellung bewegt. Zur gleichen Zeit ist auch in Ruhe ein erhöhter Muskeltonus festzustellen; die Sehnenreflexe sind gesteigert.

Bei fortgeschrittener Krankheit kommt es eventuell zu einer Zwangshaltung der Gliedmassen und einer Motilitätsstarre.

Typische Symptome des ausgeprägten Krankheitsbildes sind Pro-, Retro- und Lateropulsionen, grobschlägiger Tremor, sowie mimische Starre (Maskengesicht), Schluckstörungen, unkontrollierter Speichelfluss und Sprachstörungen (Stottern).

Infolge der Muskelspannungen und Bewegungsstörungen kann es zu Mikrographie kommen. Dabei beginnt die Handschrift gross und endet schliesslich in immer kleiner werdenden, letztendlich unleserlichen Buchstaben.

Es können auch psychische Veränderungen wie Zwangslachen und Zwangsweinen auftreten. Vereinzelt wurden Leberparenchymschäden, Morbus Basedow und Blutbildveränderungen beobachtet.

Differentialdiagnostisch sind Cerebralsklerose, Multiple Sklerose, Paralysis agitans, Wilsonsche Pseudosklerose, Status postencephaliticus, spastische Spinalparalyse und ähnliche Krankheiten in Erwägung zu ziehen.

Für die ärztliche Beurteilung ist der Nachweis, dass eine berufliche Exposition stattgefunden hat, von grosser Wichtigkeit. Die Erkrankung kann unter Umständen erst mehrere Jahre nach Wegfall der Exposition manifest werden. Sie verläuft zumeist chronisch und progredient.

 

Iminodipeptidurie (Prolidasemangel) -Manganmangel

 

Das Erbleiden wurde 1968 entdeckt. Für die Funktion des Enzyms Prolidase, das aus Collagen, Haut und Gefässen Proteine spaltet, ist Mangan essentiell. Bei einem durch die Krankheit bedingten Manganmangel kommt es in der Folge zu Hautveränderungen, insbesondere zu Wundheilstörungen, sowie Infektionsneigung und geistiger Retardierung.

 

ALS (amyotrophische Lateralsklerose) -Manganmangel

 

Bei dieser seltenen erblichen neurologischen Erkrankung mit letaler Muskel- und Nervenzellenatrophie konnte zumindest für einen Teil der Fälle ein genetischer Defekt für die im Zytoplasma lokalisierte Superoxid-Dismutase SOD1, von der Mangan ein wichtiger Bestandteil ist, verantwortlich gemacht werden. Dementsprechend wird der therapeutische Einsatz von Radikalfängern wie Vitamin E und C geprüft.

 

Labordiagnostik zur Mangan-Bestimmung  

 

Parameter

 

Normalbereich

Kommentar

Vollblut

9.0-13.0 mcg/l

(164-240 nmol/l)

Zur Zeit ist dies die am häufigsten benutzte Methode.

 

Serum

 

0.02-0.04 mg/l

Ein valider Indikator für den Status.

Haar

 

0.1-2.0 mcg/g

Ergrauendes Haar weist niedrigere Konzentrationen auf.

 

Das ORTHOMEDIS-Speziallabor AG führt seit Jahren Manganbestimmung im Vollblut  durch, mittels Atomabsorptions-Spektrometer-Graphitrohrtechnik (AA-250, Varian Gerät). Für Manganbestimmung verwenden wir Heparin-Blut und als Kontrolle Kontrollblut  (Seronorm Trace Elements) von der Firma SERO AS-Norway und Mangan-Standardlösungen von Merck.

   

Neuste Erkenntnisse und Studien über Mangan  

·  Exogene Östrogene können Manganspiegel senken. (McLaren J. et al., J. Nutr. Envir. Med., 8  1998, 129-138).

·  Mangan wird für Dopaminfunktion benötigt

·  Mangan geht ähnliche Transportwege wie Eisen. Die Aufnahme von Mangan wird durch  Vitamin C ebenfalls gefördert.

·  Mangan sollte vermehrt Beachtung finden in der Rheumatologie, sowie auch bei der prä- und postoperativen Behandlung von Verletzungen und Frakturen.

·  Ausreichende Manganzufuhr schützt gegenüber oxidativen Prozessen von zellulären Lipidstrukturen 

   (Erhöhung der Mn-Superoxiddismutase-Spiegel) (Malecki E. A. et al., J. Nutr., 126 1996, 27-33).

 

Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan - Mangan

 

 weiter Mangan - Literatur oder Spurenelemente - Inhaltsverzeichnis

 

horizontal rule

Home Press release Angebote Service Angebote

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: orthomedis@bluewin.ch 
Copyright © 2002 ORTHOMEDIS Speziallabor AG, Stand: 01. April 2012