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Fluhstrasse 30, 8640
Rapperswil - Switzerland Head of the company: Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem.
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Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie
Dr. rer. nat. Dr. med. Carl C. Pfeiffer
(Niedriger
Histaminspiegel im Blut, hoher Kupferspiegel im Serum)
Wenn
Sie an Missempfindungen leiden und haben
1.
Geschwüre an den Lippen, 2.
schwer erreichbaren Orgasmus beim Verkehr, 3.
keine
Kopfschmerzen oder Allergien, 4.
starke Körperbehaarung, 5.
überschüssiges Fett an den Beinen, 6.
zahlreiche Zahnfüllungen, 7.
Grössenwahn, 8.
ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber anderen Menschen, 9.
glauben, jemand kontrolliert Ihren Verstand,
10. Dinge abnorm sehen oder hören,
11. Schmerzen nicht gut ertragen können, Ohrenklingeln,
dann
kann Ihnen geholfen werden durch: 1. Niacin, 100 mg morgens und abends (macht Gesichtsrötung), 2. Niacinamid, 500 mg morgens und abends, 3. Folsäure, jeden Morgen 1 mg, 4. wöchentliche Vitamin B12-Injektion, 5. 1-Tryptophan, 500‑1000 mg vor dem Schlafengehen, 6. Zink und Mangan täglich, 7. eiweißreiche Ernährung. Niedriger
Histaminspiegel im Blut und hoher Kupferspiegel sind für den paranoiden
und halluzinierenden Schizophrenen
typisch Die
klinischen Symptome bei niedrigem Histaminspiegel (Histapenie) Bei
den Problempatienten, die sich in die Behandlung des Brain Bio Center
begeben, werden routinemässig drei Amine einschliesslich Histamin
bestimmt. Die sorgfältige Überprüfung der Werte der einzelnen
Patienten zeigen, dass bei 50% von ihnen der Histaminspiegel im Blut
niedrig ist und ansteigt, wenn sich ihr Befinden bessert, während bei
20% der Histaminspiegel im Blut erhöht ist und mit eintretender
Besserung abnimmt. Daran kann sich ablesen lassen, dass bei den meisten
Patienten der optimale Wert im mittleren Bereich liegt, wo ihre
psychiatrischen Symptome nachlassen. Typisch
für die Patienten mit Histapenie ist eine geringere Interkorrelation
der Unterabschnitte ihrer Experiential World Inventory (EWI)-Tests
(Mittelwert r=+0,48 im Vergleich zu r=+0,84 in der Histadelie-Gruppe).
Zur Zeit 1äßt sich dies lediglich mit einer grösseren Vielzahl von Missempfindungen
und Grundsymptomen erklären, die sich zufällig häufen. Dies wird
durch die klinischen Anamnesen erhärtet: die Patienten mit Histadelie (Histaminüberschuss)
leiden an Depression, Selbstmordgedanken, Missempfindungen und Störungen
im Gedankenablauf, während bei den Patienten mit Histamin sämtliche
klassischen Symptome der „Schizophrenie" inklusive Paranoia und
Halluzinationen zu finden sind. Beim Histapenie-Patienten ist nicht nur
der Histaminspiegel herabgesetzt, sondern die Gewebe sind außerdem mit
Kupfer überladen. Daraus schliessen wir, dass sowohl Histaminmangel wie
Kupferüberschuss Verhaltensstörungen auslösen. Bei
hohem Kupferspiegel kommt es zur Histapenie mit Halluzinationen und
Paranoia Man
hat viel über die „schizophrene Mutter" geschrieben, die
beschuldigt wird, ihre Kinder zu viel oder zu wenig zu lieben. Der
Nachweis eines hohen Kupferspiegels im Blut der Patientin verlagert die
Anschuldigung in die Umwelt - meistens auf das kupferhaltige
Trinkwasser. Mütter und Kinder trinken das gleiche Wasser und können
so durch die Umwelt vergiftet werden. Die Väter sind einen großen Teil
des Tages ausser Hause, so dass ihre Kupferbelastung und durch Kupfer
ausgelöste „Schizophrenie" weniger ausgeprägt ist. Es wird
heute in zunehmendem Maße plausibel, dass bei manchen Formen der
„Schizophrenie" bestimmte Metalle, die als Spurenelemente oder
Mikronährstoffe bezeichnet werden, z.B. Zink und Mangan, fehlen können
oder dass ein Überschuss an Kupfer vorliegt. Ohne
Plan wiederholt sich die Geschichte Bei
Schizophrenen können niedrige Zink- und Manganspiegel und hohe Kupfer-,
Eisen-, Quecksilber- und Bleikonzentrationen nachweisbar sein. Bei den
beiden letzteren handelt es sich selbstverständlich um Gifte, jedoch
kann die Vergiftung zu Erscheinungen führen, die mit denen der „Schizophrenie" vergleichbar sind. Beim
„Schizophrenen" mit Porphyrie, z.B. König Georg
IIL, wurde schon 1929 vermutet, dass er mehr Zink mit der Nahrung
aufnehmen müsse, als nämlich Derrien
und Benoit im Urin eines Porphyrie-Patienten hohe Zinkkonzentrationen
nachwiesen. Sie vermuteten, dass der Zinkmangel die Ursache der
abnormen psychiatrischen Symptome sein könne. Der überhöhte
Zinkverlust durch Chelierung von Uroporphyrin ist von Watson
und Schwartz (1941), Nesbitt (1944) und Peters (1961)
bestätigt worden. 1965 haben Kimura
und Kumura an
Hirnschnitten von Schizophrenen, die bei Obduktionen angefertigt wurden,
nur etwa die Hälfte der Zinkmengen gefunden, die in den Gehirnen
anderer Patienten mit anderen Todesursachen nachgewiesen wurden. Abgesehen
von den Kupferstudien finden sich in der
Literatur über die „Schizophrenie" sehr wenige Studien über
Spurenmetalle. 1929 wurde als mögliche Behandlungsmethode bei
„Schizophrenie" die Anwendung von Spurenmetallen eingeführt.
Damals schon berichtete W., English aus Brockville, Ontario, über die intravenöse Verabreichung
von Manganchlorid bei 181 schizophrenen Patienten und beobachtete bei
rund der Hälfte von ihnen eine Besserung. Wie bei der Behandlung mit Chlorpromazin und Reserpin registrierte Dr. English
bei den Patienten, die auf die Mangantherapie ansprachen, eine
Gewichtszunahme. (Intravenös verabreichtes Mangan bewirkte die
gleiche Hautrötung wie Niacin!). Dr. English
hatte seine Idee, Mangan zu verabreichen, von dem dänischen Arzt P.J.
Reiter übernommen, der 1927 bei 23/30 Patienten nach Mangan eine
Besserung beobachtet hatte. Diese Studien wurden zum Teil von R. G. Hoskins wiederholt und 1934 veröffentlicht, der aber statt
intravenös verabreichtem Manganchlorid meist suspendiertes
Mangandioxid intramuskulär verabreichte. Im ersten Fall war die intravenöse
Verabreichung überflüssig, weil Manganchlorid wasserlöslich ist und
bei oraler Verabreichung resorbiert wird. Im zweiten Fall handelt es
sich bei Mangandioxid um eine nicht resorbierbare Form, die intramuskulär
abgelagert wird und dort möglicherweise sehr lange Zeit deponiert
blieb. Hoskins konnte bei
einer kleinen Gruppe von Schizophrenen nach der Injektion von
Mangandioxid keine Besserung beobachten. Nach unseren Beobachtungen
bewirkt oral verabreichtes Mangan plus Zink die Ausscheidung von
Kupfer. Eine
der ersten Studien über den hohen Kupfergehalt bei Schizophrenie stammt
von Heilmeyer et al. (1941). Sie wiesen bei 32 von 37 Schizophrenen erhöhte
Kupferwerte im Serum nach. In späteren Studien wiesen die gleichen
Autoren bei einigen manisch-depressiven Patienten und Epileptikern, aber
auch bei Alkoholintoxikation, Infektionskrankheiten und Krebs erhöhte
Kupferwerte im Serum nach. Mit modernen Instrumenten lässt sich der
hohe Kupferspiegel bei allen genannten Erkrankungen ebenfalls bestätigen.
Unterschiede in klinischen Symptomen und Reaktionen bei Patienten mit niedrigem und hohen Histaminspiegel im Blut
Psychiatrische
Symptome
Metabolische
Unterschiede
Reaktionen
auf die Behandlung
Diese
ersten Nachweise riefen das Interesse an der Kupferforschung bei
„Schizophrenie" wach, und in den darauffolgenden Jahren wurden
die Einzelheiten des hohen Kupferspiegels in vollem Umfange bestätigt (Brenner,
1949; Jantz, 1950;
Bischoff, 1952). Brenner stellte unter unterschiedlichen physiologischen und
pathologischen Bedingungen eine umfassende Untersuchung über die Serum-Kupferspiegel
bei der „Schizophrenie" im Kindesalter an. Bei Kindern mit
eindeutigen schizophrenen Symptomen wies er stark erhöhte Kupferspiegel
im Serum nach, wodurch sie sich von denen mit organischen
Hirnerkrankungen, postenzephalitischen Prozessen oder psychischer
Retardation unterschieden. Bei 38% einer Gruppe erwachsener
Schizophrener wies Brenner ebenfalls eine erhebliche Erhöhung des Kupferspiegels im
Serum nach. Brenner zog daraus
die Schlussfolgerung, dass derartig hohe Kupferwerte nur in akuten
Stadien, nicht aber zum Zeitpunkt der spontanen Remission nachweisbar
sind. Munch-Petersen (1950)
konnte bei einer Gruppe von Schizophrenen die seit langem stationär
behandelt wurden, derartige Unterschiede nicht nachweisen. Ozek (1957) stellte eine sehr sorgfältige, gut kontrollierte
Studie über den Kupfermetabolismus bei Schizophrenen an. Die
Versuchsgruppe wurde in vier Kategorien unterteilt: akute, subakute,
chronische und organische Defekte. Bei 66% aller Patienten lagen die
Kupferspiegel oberhalb der Norm (insbesondere bei der akuten Gruppe).
Zwischen Erythrozytenzahl und Ceruloplasmin-Spiegel wurde keine
Differenz nachgewiesen. Ceruloplasmin ist das kupferhaltige Serumprotein
mit Serumoxidase-Aktivität. Ackerfeldt (1957) berichtete als erster über erhöhte Kupferenzym-Werte
(Serumoxidase) bei erwachsenen Schizophrenen. Abood et al.
(1957)
wiesen ebenfalls bei mindestens zwei Dritteln von 250 Schizophrenen
abnorm hohe Ceruloplasmin- und Oxidasewerte nach. Diese Forscher
betrachteten allerdings diätetische Faktoren, Leberschädigung und
chronische Infektionen als mögliche dazu beitragende Faktoren. Einige
von Ostfeld et
al. (1958) angestellte vorläufige Experimente wiesen darauf hin, dass
Erregung den Ceruloplasminspiegel erhöhen könne. Bei gesunden
Probanden kam es nach der Verabreichung eines synthetischen
Halluzinogens zum gleichen Ceruloplasmin-Anstieg wie bei psychotischen
Schizophrenen. Andere Forscher (Horwittet
al., 1957; Frank und Wurtman, 1958; Scheinberg
et al., 1957) konnten bei schizophrenen Kindern und Erwachsenen im
Vergleich zu Kontrollen keine signifikanten Differenzen der
Ceruloplasminoxidase-Aktivität nachweisen. Im
Jahre 1962 stellte Michael H. Briggs aus Wellington, Neuseeland, die Theorie auf, dass es sich bei
zahlreichen Fällen von „Schizophrenie" in Wirklichkeit um Fälle
von chronischer Kupfervergiftung handele. Diese Theorie basierte auf den
bei zahlreichen Schizophrenen nachgewiesenen Kupferspiegeln, die die veränderten
Enzymwirkungen erklärten. Aus
Tulane berichteten 1970 Robert
Heath und seine Mitarbeiter, dass bei 40% der neu aufgenommenen
schizophrenen Patienten der CPK-Wert, eines bei der Kupfervergiftung
vermehrt auftretenden Enzyms, hoch sei. Sowohl bei akut wie chronisch
schizophrenen Patienten war der Kupferwert erhöht, in akuten Fällen
ausgeprägter. Auf
der entgegengesetzten Seite dieser umstrittenen Studie über die
Bedeutung erhöhter Serum-Kupferwerte bei der „Schizophrenie"
verglichen Bakwin et al.
(1961) die Serum-Kupferkonzentration
von 91 schizophrenen Kindern
mit einer Kontrollgruppe von 73 Kindern
und konnten zwischen den beiden Gruppen keinerlei signifikante Differenz
nachweisen. Schwedische Forscher (Martens
et al., 1959) berichteten
über eine günstige Besserung nach der Injektion von gereinigtem
Ceruloplasmin. Barrass et al. (1970) untersuchten den Einfluß
der Urinextrakte von Schizophrenen im Vergleich zu den Extrakten von
postoperativen Kontrollen auf die Oxidationsaktivität von Ceruloplasmin
an einem Substrat aus Noradrenalin und Serotonin. Im Urin von
Schizophrenen fanden sie einen Faktor (oder Faktoren), der die durch
Ceruloplasmin katalysierte Oxidation von Adrenalin beschleunigt, die
Oxidation von Serotonin hingegen hemmt. Moderne
Geräte liefern neue Daten Seit
1965 hat der Atom-Absorptions-Spektrograph (AAS) den Nachweis von Kupfer
und anderen Spurenmetallen wie Zink, Eisen und Mangan vereinfacht. Mit
dem AAS lassen sich ausserdem giftige Metalle wie Blei, Kadmium,
Quecksilber und Aluminium nachweisen. Über dieses moderne Gerät verfügen
lediglich drei psychiatrische Polikliniken in den Vereinigten Staaten,
um diese Spurenmetalle und giftigen Metalle untersuchen zu können. Es
handelt sich um das Brain Bio Center in Skillman, New Jersey, das
Florida Institute of Neuro-Dynamics in Ft. Lauderdale,
Florida, und das Center for the Improvement of Human Functioning in
Wichita, Kansas. Zur
Zeit werden in den USA weitere Polikliniken eingerichtet, und Sie können
die Ihnen am nächsten liegende Einrichtung aus der vom Huxley Institute
herausgegebenen Liste ersehen. Wichtig ist die Feststellung, dass alle
drei Kliniken bei hyperaktiven Kindern meist einen hohen Kupferspiegel,
gleich wie bei paranoiden, halluzinierenden oder älteren depressiven
Patienten, nachgewiesen haben. Andere
Staaten verfügen ebenfalls über AAS-Geräte, die sie bei der
Untersuchung von schizophrenen Patienten eingesetzt haben. Aus
Indien berichteten 1970 Dr. Chitre
und Punekar über schwankende Serum-Kupferwerte bei Schizophrenen. Bei
einer Gruppe waren sie niedriger als normal, die höchsten Werte wurden
bei paranoiden und hebephrenen Patienten gemessen. Im
April 1970 berichteten wir auf der FASEB-Tagung in Atlantic City, New
Jersey, USA über die Anwendung von Zink plus Mangan bei der Behandlung
bestimmter Formen von Schizophrenie. Im Juli 1970 berichteten wir auf
der ICNP-Tagung in Prag, dass bei manchen Schizophrenen der Zinkspiegel
niedrig, der Kupferspiegel erhöht sei. Als Antidot zur Senkung hoher
Kupferspiegel dienten zusätzlich verabreichtes Zink oder Zink plus
Mangan. Wir
haben nicht den Sammeltopf „vereinfachte Schizophrenie" studiert,
sondern jeden Patienten eingehend über mehrere Monate und Jahre
untersucht und bei jeder Beratung Blutproben für die Bestimmung von
Kupfer, Zink, Mangan und zahlreicher anderer biochemischer Marker
entnommen. Einige unserer Patienten stehen seit 16 Jahren in unserer
Beobachtung. Auf die Interaktionen zwischen Zink und Kupfer und
Verhaltensveränderungen kommen wir später zu sprechen. Wir können Chitre
und Punekar bestätigen, daß bei paranoiden Patienten der Kupferwert
tatsächlich hoch ist. 1971
berichteten wir im Psychopharmacological Bulletin 7, S. 33,
zusammenfassend über unsere Erkenntnisse im Verlauf einer
Langzeitstudie über die Spurenmetalltherapie beim schizophrenen
Patienten mit Kupferüberschuß. 1972 veröffentlichten wir einen 20
Seiten umfassenden Artikel über die Untersuchung des Zinkmangels und
Kupferüberschusses bei den „Schizophrenien". Dieser Artikel
wurde nicht zur Kenntnis genommen oder zitiert, obwohl er die ersten
Langzeitwerte über Patienten enthielt und so eher einem Film als einem
Standbild des Kupfers bei ausgewählten schizophrenen Patienten
entsprach. 1973 veröffentlichten wir ein Kapitel über Orthomolekulare
Psychiatrie mit Fallmitteilungen von Patienten mit Histapenie und
Histadelie. 1973
berichteten Chugh und Mitarbeiter aus Indien, dass der Serum-Kupferwert bei 56%
der schizophrenen Patienten erhöht sei. Der Mittelwert sämtlicher
Patienten lag bei 202 im Vergleich zu 121 bei den Kontrollen. Auch bei
medikamentöser Behandlung lag der Wert noch immer bei 208. Sie führten
die hohen Kupferwerte auf einen möglichen Vitamin C-Mangel zurück. 1975
untersuchten Dr. Olatunbosun und
seine Mitarbeiter in Nigeria die Kupferspiegel bei Schizophrenen und
wiesen nach, dass sie bei männlichen und weiblichen Patienten erheblich
höher als bei den Kontrollen und bei weiblichen höher als bei männlichen
Patienten lagen. Er hebt hervor, dass die Nigerianer Vegetarier seien
und bei Ernährungsstudien in Nigeria kein Vitamin C-Mangel nachgewiesen
worden sei. Wir
müssen hervorheben, dass der Serum-Kupferwert bei Schwarzen höher ist
alle bei Weißen. Die Daten aus Indien und Nigeria können deshalb den
Nachweis hoher Kupferspiegel bei Schizophrenen im Vergleich zu gesunden
Probanden begünstigen. Dieser höhere Kupferspiegel bei Schwarzen ist möglicherweise
Ausdruck der hohen Affinität des dunkeln Hautpigmentes Melanin für
Kupfer, die A.M. Potts und P.
C Hu nachgewiesen haben (Exp. Eye Res. 22, 487 (1976)). Die
Pellagra‑Psychose ist durch „Halluzinationen und/ oder
Paranoia" gekennzeichnet (hoher Kupferspiegel) Dr.
Findlay und Dr. Venter haben
1958 (J. Invest. Derm.31, S.11) bei Pellagra einen hohen Serum-Kupferwert
nachgewiesen, und in Indien hat 1974 Dr. Krishnamachavi
das Kupfer bei Patienten mit Pellagra untersucht und einen
Mittelwert von 167 nachgewiesen, der nach der Behandlung mit Niacin auf
104 sank. Der Kupfergehalt des Haares und die Kupferausscheidung im Urin
waren im Vitaminmangel-Stadium ebenfalls hoch, was für eine
Akkumulation von Kupfer bei Niacin-Mangel spricht. Der
Niacin-Mangel führt regelmäßig zur Pellagra-Psychose mit
charakteristischen Halluzinationen und Paranoia, die wir auch bei
unseren Patienten mit Histapenie und hohem Kupferwert beobachtet haben.
Weil die Enzyme, die Histamin abbauen, Kupfer enthalten, vermuten wir,
dass dieser hohe Kupferwert einer der Faktoren bei Histapenie und bei
auftretender Paranoia ist. Ausserdem sind bei der Pellagra die Histidin-Werte
der Haut niedrig, normalisieren sich aber nach Verabreichung von Niacin.
Histidin ist der natürliche Vorläufer des Histaminis.
Vitamin-C-Manger erhöht die Kupferwerte ebenfalls Dr.
Yvonne Hitier aus Frankreich untersuchte die Kupferspiegel bei
Meerschweinchen, die Vitamin C-armes Futter erhielten. Als bei den
Tieren Zeichen von Vitamin C-Mangel auftraten, stiegen die Kupferspiegel
im Blutserum ständig an, bis zum Zeitpunkt des Todes der 2,5-fache Wert
erreicht war. Dies ist insofern ein Teufelskreis, als hohe Kupferspiegel
nachweislich Vitamin C zerstören. Die ursprüngliche Megavitamin-Therapie
befasste sich in erster Linie mit Niacin und Niacinamid. Die Pioniere
dieser Therapie stellten dann fest, dass Vitamin C in Megadosen half.
Daraus lassen sich zwei mögliche Schlussfolgerungen ziehen: 1.
hohe Kupferspiegel können eine ähnliche Psychose wie bei der Pellagra
auslösen, und 2.
der kombinierte Mangel an Niacin und Vitamin C kann synergistisch die
Kupferspiegel ansteigen lassen. Östrogene
erhöhen Ceruloplasmin-und
Kupferspiegel Es
ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Ceruloplasmin-Synthese
durch Östrogene beschleunigt wird, weshalb bei Frauen, die
Kontrazeptiva nehmen, die Kupferspiegel im Serum erhöht und die
Zinkspiegel herabgesetzt sind. Interessant ist weiter die Beobachtung,
dass jedes biologische Stadium, das den Kupferspiegel im Blut ansteigen
lässt, auch den Bedarf an Vitamin C erhöht. Durch den schizophrenen
Schub, die fortgeschrittene Schwangerschaft und insbesondere die
Einnahme von Kontrazeptiva werden die Kupferspiegel erhöht, wodurch
andererseits die Depression und Wahrnehmungsstörungen bei schizophrenen
Patientinnen verstärkt werden können, wenn sie die Pille nehmen. Als Natarajan Saroja (1971) Meerschweinchen
Mestranol verabreichte, kam es in ihrem Blutplasma zu einer deutlichen
Abnahme der Ascorbinsäure-Konzentration (um 23%).
Rivers und Devine (1972)
wiesen nach, dass bei den Kontrollen die Gesamtkonzentration an
Ascorbinsäure zum Zeitpunkt der Ovulation am höchsten und während der
Menses am niedrigsten warm. Es ist anzunehmen, dass orate Kontrazeptiva
über die erhöhten Kupferspiegel im Blut die Ascorbinsäure-Konzentration
im Plasma senken. Zusammenfassung Seit 1941 haben 20 Gruppen von Wissenschaftlern die Kupferspiegel bei Schizophrenen untersucht. 15 Gruppen fanden erhöhte Kupferspiegel, 5 konnten keinen definitiven Effekt beobachten und führten den erhöhten Kupfer oder Ceruloplasmin-Spiegel auf einen Vitamin C-Mangel zurück. 16 dieser Gruppen betrachten die „Schizophrenie" als ein homogenes klinisches Krankheitsbild. Lediglich 4 Gruppen von Wissenschaftlern räumten die Möglichkeit ein, dass die „vereinfachte Schizophrenie" eine Verlegenheitsdiagnose sei. In Langzeitstudien am Brain Bio Center und dem Florida Institute of Neuro-Dynamics wurde bei 50% der Schizophrenen, die über lange Zeit beobachtet wurden, ein erhöhter Kupferspiegel nachgewiesen. Wenn durch eine biochemische Therapie die Kupferbelastung des Organismus verringert wird, kommt es zu einer Besserung von Paranoia und Halluzinationen. Der Histaminspiegel im Blut wird durch eine hohe Kupferbelastung gesenkt.
Buch; „Nährstoff-Therapie bei psychischen Störungen“ Dr. rer. nat. Dr. med. Carl C. Pfeiffer, Karl F. Haug Verlag-Heidelber, ISBN 3-7760
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