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Head of the company: Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem.

      

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Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie - Histapenie

 

HISTAPENIE

Dr. rer. nat. Dr. med. Carl C. Pfeiffer

(Niedriger Histaminspiegel im Blut, hoher Kupferspiegel im Serum)

 

                                                Wenn Sie an Missempfindungen leiden und haben

 

                                                 1.  Geschwüre an den Lippen,

                                                 2.  schwer erreichbaren Orgasmus beim Verkehr,

                                                 3.  keine Kopfschmerzen oder Allergien,

                                                 4.  starke Körperbehaarung,

                                                 5.  überschüssiges Fett an den Beinen,

                                                 6.  zahlreiche Zahnfüllungen,

                                                 7.  Grössenwahn,

                                                 8.  ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber anderen Menschen,

                                                 9.  glauben, jemand kontrolliert Ihren Verstand,

                                               10.  Dinge abnorm sehen oder hören,

                                               11.  Schmerzen nicht gut ertragen können, Ohrenklingeln,

 

                                                 dann kann Ihnen geholfen werden durch:

                                                 1.  Niacin, 100 mg morgens und abends (macht Gesichtsrötung),

                                                 2.  Niacinamid, 500 mg morgens und abends,

                                                 3.  Folsäure, jeden Morgen 1 mg,

                                                 4.  wöchentliche Vitamin B12-Injektion,

                                                 5.  1-Tryptophan, 500‑1000 mg vor dem Schlafengehen,

                                                 6.  Zink und Mangan täglich,

                                                 7.  eiweißreiche Ernährung.

Niedriger Histaminspiegel im Blut und hoher Kupferspiegel sind für den paranoiden und halluzinierenden Schizophrenen  typisch

Die klinischen Symptome bei niedrigem Histaminspiegel (Histapenie)

Bei den Problempatienten, die sich in die Behandlung des Brain Bio Center begeben, werden routinemässig drei Amine einschliesslich Histamin bestimmt. Die sorgfältige Überprüfung der Werte der einzelnen Patienten zeigen, dass bei 50% von ihnen der Histaminspiegel im Blut niedrig ist und ansteigt, wenn sich ihr Befinden bessert, während bei 20% der Histaminspiegel im Blut erhöht ist und mit eintretender Besserung abnimmt. Daran kann sich ablesen lassen, dass bei den meisten Patienten der optimale Wert im mittleren Bereich liegt, wo ihre psychiatrischen Symptome nachlassen.

Typisch für die Patienten mit Histapenie ist eine geringere Interkorrelation der Unterabschnitte ihrer Experiential World Inventory (EWI)-Tests (Mittelwert r=+0,48 im Vergleich zu r=+0,84 in der Histadelie-Gruppe). Zur Zeit 1äßt sich dies lediglich mit einer grösseren Vielzahl von Missempfindungen und Grundsymptomen erklären, die sich zufällig häufen. Dies wird durch die klinischen Anamnesen erhärtet: die Patienten mit Histadelie (Histaminüberschuss) leiden an Depression, Selbstmordgedanken, Missempfindungen und Störungen im Gedankenablauf, während bei den Patienten mit Histamin sämtliche klassischen Symptome der „Schizophrenie" inklusive Paranoia und Halluzinationen zu finden sind. Beim Histapenie-Patienten ist nicht nur der Histaminspiegel herabgesetzt, sondern die Gewebe sind außerdem mit Kupfer überladen. Daraus schliessen wir, dass sowohl Histaminmangel wie Kupferüberschuss Verhaltensstörungen auslösen.

Bei hohem Kupferspiegel kommt es zur Histapenie mit Halluzinationen und Paranoia

Man hat viel über die „schizophrene Mutter" geschrieben, die beschuldigt wird, ihre Kinder zu viel oder zu wenig zu lieben. Der Nachweis eines hohen Kupferspiegels im Blut der Patientin verlagert die Anschuldigung in die Umwelt - meistens auf das kupferhaltige Trinkwasser. Mütter und Kinder trinken das gleiche Wasser und können so durch die Umwelt vergiftet werden. Die Väter sind einen großen Teil des Tages ausser Hause, so dass ihre Kupferbelastung und durch Kupfer ausgelöste „Schizophrenie" weniger ausgeprägt ist. Es wird heute in zunehmendem Maße plausibel, dass bei manchen Formen der „Schizophrenie" bestimmte Metalle, die als Spurenelemente oder Mikronährstoffe bezeichnet werden, z.B. Zink und Mangan, fehlen können oder dass ein Überschuss an Kupfer vorliegt.

 Ohne Plan wiederholt sich die Geschichte

Bei Schizophrenen können niedrige Zink- und Manganspiegel und hohe Kupfer-, Eisen-, Quecksilber- und Bleikonzentrationen nachweisbar sein. Bei den beiden letzteren handelt es sich selbstverständlich um Gifte, jedoch kann die Vergiftung zu Erscheinungen führen, die mit denen der „Schizophrenie" vergleichbar sind. Beim „Schizophrenen" mit Porphyrie, z.B. König Georg IIL, wurde schon 1929 vermutet, dass er mehr Zink mit der Nahrung aufnehmen müsse, als nämlich Derrien und Benoit im Urin eines Porphyrie-Patienten hohe Zinkkonzentrationen nachwiesen. Sie vermuteten, dass der Zinkmangel die Ursache der abnormen psychiatrischen Symptome sein könne. Der überhöhte Zinkverlust durch Chelierung von Uroporphyrin ist von Watson und Schwartz (1941), Nesbitt (1944) und Peters (1961) bestätigt worden. 1965 haben Kimura und Kumura an Hirnschnitten von Schizophrenen, die bei Obduktionen angefertigt wurden, nur etwa die Hälfte der Zinkmengen gefunden, die in den Gehirnen anderer Patienten mit anderen Todesursachen nachgewiesen wurden.

Abgesehen von den Kupferstudien finden sich in der  Literatur über die „Schizophrenie" sehr wenige Studien über Spurenmetalle. 1929 wurde als mögliche Behandlungsmethode bei „Schizophrenie" die Anwendung von Spurenmetallen eingeführt. Damals schon berichtete W., English aus Brockville, Ontario, über die intravenöse Verabreichung von Manganchlorid bei 181 schizophrenen Patienten und beobachtete bei rund der Hälfte von ihnen eine Besserung. Wie bei der Behandlung mit Chlorpromazin und Reserpin registrierte Dr. English bei den Patienten, die auf die Mangantherapie ansprachen, eine Gewichtszunahme. (Intravenös verabreichtes Mangan bewirkte die gleiche Hautrötung wie Niacin!). Dr. English hatte seine Idee, Mangan zu verabreichen, von dem dänischen Arzt P.J. Reiter übernommen, der 1927 bei 23/30 Patienten nach Mangan eine Besserung beobachtet hatte. Diese Studien wurden zum Teil von R. G. Hoskins wiederholt und 1934 veröffentlicht, der aber statt intravenös verabreichtem Manganchlorid meist suspendiertes Mangandioxid intramuskulär verabreichte. Im ersten Fall war die intrave­nöse Verabreichung überflüssig, weil Manganchlorid wasserlöslich ist und bei oraler Verabreichung resorbiert wird. Im zweiten Fall handelt es sich bei Mangandioxid um eine nicht resorbierbare Form, die intramuskulär abgelagert wird und dort möglicherweise sehr lange Zeit deponiert blieb. Hoskins konnte bei einer kleinen Gruppe von Schizophrenen nach der Injektion von Mangandioxid keine Besserung beobachten. Nach unseren Beobachtungen bewirkt oral verabreichtes Mangan plus Zink die Ausscheidung von Kupfer.

Eine der ersten Studien über den hohen Kupfergehalt bei Schizophrenie stammt von Heilmeyer et al. (1941). Sie wiesen bei 32 von 37 Schizophrenen erhöhte Kupferwerte im Serum nach. In späteren Studien wiesen die gleichen Autoren bei einigen manisch-depressiven Patienten und Epileptikern, aber auch bei Alkoholintoxikation, Infektionskrankheiten und Krebs erhöhte Kupferwerte im Serum nach. Mit modernen Instrumenten lässt sich der hohe Kupferspiegel bei allen genannten Erkrankungen ebenfalls bestätigen.

 

Unterschiede in klinischen Symptomen und Reaktionen bei Patienten mit 

niedrigem und hohen Histaminspiegel im Blut

   Histapenie  Histadelie
  (50%)  (20%)

Psychiatrische Symptome

 

Suizidale Depression   1+  4+
„Geistlosigkeit"     1+ 4+
Gestörter Gedankenlauf   4+ 2+
Paranoia 3+ 1+
Halluzinationen   4+  1+
Zwangsvorstellungen  1+ 4+
Phobien 1+ 4+

 

Metabolische Unterschiede

 

Serum-Kupfer über 110  unter 100
Serum-Zink  unter 100 um 100
Basophile/mm3  unter 30  über 50
Kopfschmerzen 1+ 4+
Fettverteilung stalagmitisch normal
Geschwindigkeit bei Ejakulation oder Orgasmus     langsam schnell
Schmerzreaktion  1+ 4+
Zahnkaries 4+ 1+
Speichelfluß 1+   4+
Erkältungen (Beschwerden) keine normal
Hautpigmentierung hell normal
Allergien selten häufig
EEG-Übererregung 4+ 4+
Familiäre Erkrankung 1+  3+
Alter bei Auftreten

beliebig

Erwachsene

 

Reaktionen auf die Behandlung

 

Behandlung mit Antipsychotika 3+ 1+  
Niacin/Vitamin C  3+ ?

Folsäure 2,5 mg/d, 

Vitamin B12 

I mg/Woche  

 3 + (bisweilen dramatisch)  Verschlechterung
Eiweissreiche Kost    Ja  Nein
Elektroschock/Insulin   3+ 1+
Methadon und Antihistamine 0 3+
Zink- und Mangantherapie 2+ 3+
Behandlung mit Phenytoin  Verschlechterung  Besserung

 

Diese ersten Nachweise riefen das Interesse an der Kupferforschung bei „Schizophrenie" wach, und in den darauffolgenden Jahren wurden die Einzelheiten des hohen Kupferspiegels in vollem Umfange bestätigt (Brenner, 1949; Jantz, 1950; Bischoff, 1952). Brenner stellte unter unterschiedlichen physiologischen und pathologischen Bedingungen eine umfassende Untersuchung über die Serum-Kupferspiegel bei der „Schizophrenie" im Kindesalter an. Bei Kindern mit eindeutigen schizophrenen Symptomen wies er stark erhöhte Kupferspiegel im Serum nach, wodurch sie sich von denen mit organischen Hirnerkrankungen, postenzephalitischen Prozessen oder psychischer Retardation unterschieden. Bei 38% einer Gruppe erwachsener Schizophrener wies Brenner ebenfalls eine erhebliche Erhöhung des Kupferspiegels im Serum nach. Brenner zog daraus die Schlussfolgerung, dass derartig hohe Kupferwerte nur in akuten Stadien, nicht aber zum Zeitpunkt der spontanen Remission nachweisbar sind. Munch-Petersen (1950) konnte bei einer Gruppe von Schizophrenen die seit langem stationär behandelt wurden, derartige Unterschiede nicht nachweisen.

Ozek (1957) stellte eine sehr sorgfältige, gut kontrollierte Studie über den Kupfermetabolismus bei Schizophrenen an. Die Versuchsgruppe wurde in vier Kategorien unterteilt: akute, subakute, chronische und organische Defekte. Bei 66% aller Patienten lagen die Kupferspiegel oberhalb der Norm (insbesondere bei der akuten Gruppe). Zwischen Erythrozytenzahl und Ceruloplasmin-Spiegel wurde keine Differenz nachgewiesen. Ceruloplasmin ist das kupferhaltige Serumprotein mit Serumoxidase-Aktivität.

Ackerfeldt (1957) berichtete als erster über erhöhte Kupferenzym-Werte (Serumoxidase) bei erwachsenen Schizophrenen. Abood et al. (1957) wiesen ebenfalls bei mindestens zwei Dritteln von 250 Schizophrenen abnorm hohe Ceruloplasmin- und Oxidasewerte nach. Diese Forscher betrachteten allerdings diätetische Faktoren, Leberschädigung und chronische Infektionen als mögliche dazu beitragende Faktoren. Einige von Ostfeld et al. (1958) angestellte vorläufige Experimente wiesen darauf hin, dass Erregung den Ceruloplasminspiegel erhöhen könne. Bei gesunden Probanden kam es nach der Verabreichung eines synthetischen Halluzinogens zum gleichen Ceruloplasmin-Anstieg wie bei psychotischen Schizophrenen. Andere Forscher (Horwittet al., 1957; Frank und Wurtman, 1958; Scheinberg et al., 1957) konnten bei schizophrenen Kindern und Erwachsenen im Vergleich zu Kontrollen keine signifikanten Differenzen der Ceruloplasminoxidase-Aktivität nachweisen.

Im Jahre 1962 stellte Michael H. Briggs aus Wellington, Neuseeland, die Theorie auf, dass es sich bei zahlreichen Fällen von „Schizophrenie" in Wirklichkeit um Fälle von chronischer Kupfervergiftung handele. Diese Theorie basierte auf den bei zahlreichen Schizophrenen nachgewiesenen Kupferspiegeln, die die veränderten Enzymwirkungen erklärten.

Aus Tulane berichteten 1970 Robert Heath und seine Mitarbeiter, dass bei 40% der neu aufgenommenen schizophrenen Patienten der CPK-Wert, eines bei der Kupfervergiftung vermehrt auftretenden Enzyms, hoch sei. Sowohl bei akut wie chronisch schizophrenen Patienten war der Kupferwert erhöht, in akuten Fällen ausgeprägter.

Auf der entgegengesetzten Seite dieser umstrittenen Studie über die Bedeutung erhöhter Serum-Kupferwerte bei der „Schizophrenie" verglichen Bakwin et al. (1961) die Serum-Kupferkonzentration von 91 schizophrenen Kindern mit einer Kontrollgruppe von 73 Kindern und konnten zwischen den beiden Gruppen keinerlei signifikante Differenz nachweisen. Schwedische Forscher (Martens et al., 1959) berichteten über eine günstige Besserung nach der Injektion von gereinigtem Ceruloplasmin. Barrass et al. (1970) untersuchten den Einfluß der Urinextrakte von Schizophrenen im Vergleich zu den Extrakten von postoperativen Kontrollen auf die Oxidationsaktivität von Ceruloplasmin an einem Substrat aus Noradrenalin und Serotonin. Im Urin von Schizophrenen fanden sie einen Faktor (oder Faktoren), der die durch Ceruloplasmin katalysierte Oxidation von Adrenalin beschleunigt, die Oxidation von Serotonin hingegen hemmt.

Moderne Geräte liefern neue Daten

Seit 1965 hat der Atom-Absorptions-Spektrograph (AAS) den Nachweis von Kupfer und anderen Spurenmetallen wie Zink, Eisen und Mangan vereinfacht. Mit dem AAS lassen sich ausserdem giftige Metalle wie Blei, Kadmium, Quecksilber und Aluminium nachweisen. Über dieses moderne Gerät verfügen lediglich drei psychiatrische Polikliniken in den Vereinigten Staaten, um diese Spurenmetalle und giftigen Metalle untersuchen zu können. Es handelt sich um das Brain Bio Center in Skillman, New Jersey, das Florida Institute of Neuro-Dynamics in Ft. Lauderdale, Florida, und das Center for the Improvement of Human Functioning in Wichita, Kansas. Zur Zeit werden in den USA weitere Polikliniken eingerichtet, und Sie können die Ihnen am nächsten liegende Einrichtung aus der vom Huxley Institute herausgegebenen Liste ersehen. Wichtig ist die Feststellung, dass alle drei Kliniken bei hyperaktiven Kindern meist einen hohen Kupferspiegel, gleich wie bei paranoiden, halluzinierenden oder älteren depressiven Patienten, nachgewiesen haben.

Andere Staaten verfügen ebenfalls über AAS-Geräte, die sie bei der Untersuchung von schizophrenen Patienten eingesetzt haben.

Aus Indien berichteten 1970 Dr. Chitre und Punekar über schwankende Serum-Kupferwerte bei Schizophrenen. Bei einer Gruppe waren sie niedriger als normal, die höchsten Werte wurden bei paranoiden und hebephrenen Patienten gemessen.

Im April 1970 berichteten wir auf der FASEB-Tagung in Atlantic City, New Jersey, USA über die Anwendung von Zink plus Mangan bei der Behandlung bestimmter Formen von Schizophrenie. Im Juli 1970 berichteten wir auf der ICNP-Tagung in Prag, dass bei manchen Schizophrenen der Zinkspiegel niedrig, der Kupferspiegel erhöht sei. Als Antidot zur Senkung hoher Kupferspiegel dienten zusätzlich verabreichtes Zink oder Zink plus Mangan.

Wir haben nicht den Sammeltopf „vereinfachte Schizophrenie" studiert, sondern jeden Patienten eingehend über mehrere Monate und Jahre untersucht und bei jeder Beratung Blutproben für die Bestimmung von Kupfer, Zink, Mangan und zahlreicher anderer biochemischer Marker entnommen. Einige unserer Patienten stehen seit 16 Jahren in unserer Beobachtung. Auf die Interaktionen zwischen Zink und Kupfer und Verhaltensveränderungen kommen wir später zu sprechen. Wir können Chitre und Punekar bestätigen, daß bei paranoiden Patienten der Kupferwert tatsächlich hoch ist.

1971 berichteten wir im Psychopharmacological Bulletin 7, S. 33, zusammenfassend über unsere Erkenntnisse im Verlauf einer Langzeitstudie über die Spurenmetalltherapie beim schizophrenen Patienten mit Kupferüberschuß. 1972 veröffentlichten wir einen 20 Seiten umfassenden Artikel über die Untersuchung des Zinkmangels und Kupferüberschusses bei den „Schizophrenien". Dieser Artikel wurde nicht zur Kenntnis genommen oder zitiert, obwohl er die ersten Langzeitwerte über Patienten enthielt und so eher einem Film als einem Standbild des Kupfers bei ausgewählten schizophrenen Patienten entsprach. 1973 veröffentlichten wir ein Kapitel über Orthomolekulare Psychiatrie mit Fallmitteilungen von Patienten mit Histapenie und Histadelie.

1973 berichteten Chugh und Mitarbeiter aus Indien, dass der Serum-Kupferwert bei 56% der schizophrenen Patienten erhöht sei. Der Mittelwert sämtlicher Patienten lag bei 202 im Vergleich zu 121 bei den Kontrollen. Auch bei medikamentöser Behandlung lag der Wert noch immer bei 208. Sie führten die hohen Kupferwerte auf einen möglichen Vitamin C-Mangel zurück.

1975 untersuchten Dr. Olatunbosun und seine Mitarbeiter in Nigeria die Kupferspiegel bei Schizophrenen und wiesen nach, dass sie bei männlichen und weiblichen Patienten erheblich höher als bei den Kontrollen und bei weiblichen höher als bei männlichen Patienten lagen. Er hebt hervor, dass die Nigerianer Vegetarier seien und bei Ernährungsstudien in Nigeria kein Vitamin C-Mangel nachgewiesen worden sei.

Wir müssen hervorheben, dass der Serum-Kupferwert bei Schwarzen höher ist alle bei Weißen. Die Daten aus Indien und Nigeria können deshalb den Nachweis hoher Kupferspiegel bei Schizophrenen im Vergleich zu gesunden Probanden begünstigen. Dieser höhere Kupferspiegel bei Schwarzen ist möglicherweise Ausdruck der hohen Affinität des dunkeln Hautpigmentes Melanin für Kupfer, die A.M. Potts und P. C Hu nachgewiesen haben (Exp. Eye Res. 22, 487 (1976)).

Die Pellagra‑Psychose ist durch „Halluzinationen und/ oder Paranoia" gekennzeichnet (hoher Kupferspiegel)

Dr. Findlay und Dr. Venter haben 1958 (J. Invest. Derm.31, S.11) bei Pellagra einen hohen Serum-Kupferwert nachgewiesen, und in Indien hat 1974 Dr. Krishnamachavi das Kupfer bei Patienten mit Pellagra untersucht und einen Mittelwert von 167 nachgewiesen, der nach der Behandlung mit Niacin auf 104 sank. Der Kupfergehalt des Haares und die Kupferausscheidung im Urin waren im Vitaminmangel-Stadium ebenfalls hoch, was für eine Akkumulation von Kupfer bei Niacin-Mangel spricht.

Der Niacin-Mangel führt regelmäßig zur Pellagra-Psychose mit charakteristischen Halluzinationen und Paranoia, die wir auch bei unseren Patienten mit Histapenie und hohem Kupferwert beobachtet haben. Weil die Enzyme, die Histamin abbauen, Kupfer enthalten, vermuten wir, dass dieser hohe Kupferwert einer der Faktoren bei Histapenie und bei auftretender Paranoia ist. Ausserdem sind bei der Pellagra die Histidin-Werte der Haut niedrig, normalisieren sich aber nach Verabreichung von Niacin. Histidin ist der natürliche Vorläufer des Histaminis.

 

Vitamin-C-Manger erhöht die Kupferwerte ebenfalls

Dr. Yvonne Hitier aus Frankreich untersuchte die Kupferspiegel bei Meerschweinchen, die Vitamin C-armes Futter erhielten. Als bei den Tieren Zeichen von Vitamin C-Mangel auftraten, stiegen die Kupferspiegel im Blutserum ständig an, bis zum Zeitpunkt des Todes der 2,5-fache Wert erreicht war. Dies ist insofern ein Teufelskreis, als hohe Kupferspiegel nachweislich Vitamin C zerstören. Die ursprüngliche Megavitamin-Therapie befasste sich in erster Linie mit Niacin und Niacinamid. Die Pioniere dieser Therapie stellten dann fest, dass Vitamin C in Megadosen half. Daraus lassen sich zwei mögliche Schlussfolgerungen ziehen:

 1. hohe Kupferspiegel können eine ähnliche Psychose wie bei der Pellagra auslösen, und

 2. der kombinierte Mangel an Niacin und Vitamin C kann synergistisch die Kupferspiegel ansteigen lassen.

 Östrogene erhöhen Ceruloplasmin-und Kupferspiegel

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Ceruloplasmin-Synthese durch Östrogene beschleunigt wird, weshalb bei Frauen, die Kontrazeptiva nehmen, die Kupferspiegel im Serum erhöht und die Zinkspiegel herabgesetzt sind. Interessant ist weiter die Beobachtung, dass jedes biologische Stadium, das den Kupferspiegel im Blut ansteigen lässt, auch den Bedarf an Vitamin C erhöht. Durch den schizophrenen Schub, die fortgeschrittene Schwangerschaft und insbesondere die Einnahme von Kontrazeptiva werden die Kupferspiegel erhöht, wodurch andererseits die Depression und Wahrnehmungsstörungen bei schizophrenen Patientinnen verstärkt werden können, wenn sie die Pille nehmen. Als Natarajan Saroja (1971) Meerschweinchen Mestranol verabreichte, kam es in ihrem Blutplasma zu einer deutlichen Abnahme der Ascorbinsäure-Konzentration (um 23%). Rivers und Devine (1972) wiesen nach, dass bei den Kontrollen die Gesamtkonzentration an Ascorbinsäure zum Zeitpunkt der Ovulation am höchsten und während der Menses am niedrigsten warm. Es ist anzunehmen, dass orate Kontrazeptiva über die erhöhten Kupferspiegel im Blut die Ascorbinsäure-Konzentration im Plasma senken.

 Zusammenfassung

 Seit 1941 haben 20 Gruppen von Wissenschaftlern die Kupferspiegel bei Schizophrenen untersucht. 15 Gruppen fanden erhöhte Kupferspiegel, 5 konnten keinen definitiven Effekt beobachten und führten den erhöhten Kupfer oder Ceruloplasmin-Spiegel auf einen Vitamin C-Mangel zurück. 16 dieser Gruppen betrachten die „Schizophrenie" als ein homogenes klinisches Krankheitsbild. Lediglich 4 Gruppen von Wissenschaftlern räumten die Möglichkeit ein, dass die „vereinfachte Schizophrenie" eine Verlegenheitsdiagnose sei. In Langzeitstudien am Brain Bio Center und dem Florida Institute of Neuro-Dynamics wurde bei 50% der Schizophrenen, die über lange Zeit beobachtet wurden, ein erhöhter Kupferspiegel nachgewiesen. Wenn durch eine biochemische Therapie die Kupferbelastung des Organismus verringert wird, kommt es zu einer Besserung von Paranoia und Halluzinationen. Der Histaminspiegel im Blut wird durch eine hohe Kupferbelastung gesenkt.

 

Buch; „Nährstoff-Therapie bei psychischen Störungen“ Dr. rer. nat. Dr. med. Carl C. Pfeiffer, Karl F. Haug Verlag-Heidelber, ISBN 3-7760

 

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