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Fluhstrasse 30, 8640
Rapperswil - Switzerland Head of the company: Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem.
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| HAARANALYSENDie Haar-Mineralanalyse in der orthomolekularen Medizin Dr. rer. nat. Caroline Wenzel Mineralstoffe
und Spurenelemente im Körper Mineralstoffe
und Spurenelemente üben wichtige Schlüsselfunktionen im menschlichen
Organismus aus. Sie sind nicht nur am Aufbau unserer Knochen, Zähnen, Zellen
und Organen beteiligt, sondern unterstützen den Körper auch maßgeblich beim
Energie- und Stofftransport. Mineralstoffe und Spurenelemente sind
Zentralbausteine und Aktivatoren vieler Enzyme und Co-Enzyme. Sie spielen eine
wichtige Rolle bei der Funktionsfähigkeit des Nervensystems und im
Hormonhaushalt. Zur
Aufrechterhaltung dieser vielfältigen Funktionen ist der Organismus auf eine
ausreichende Mineralstoffzufuhr über die Nahrung angewiesen. Doch dies wird
immer schwieriger, da der Nährstoffgehalt der Lebensmittel durch moderne
Anbaumethoden und zahlreiche Manipulationen bei der Lagerung und Verarbeitung
immer weiter sinkt. Auf der anderen Seite nimmt die Belastung mit giftigen
Metallen aus der Umwelt oder aus Zahnmaterialien zu. Um die Dimension
aufzuzeigen: Vor 1600 Jahren lag die Bleibelastung des Menschen cirka um den
Faktor 1000 niedriger als heute (Erickson et al., 1979). Viele
Zivilisationskrankheiten und vor allem auch viele unspezifische
Befindlichkeitsstörungen wie Abgeschlagenheit oder eine erhöhte Allergie- und
Infektneigung werden mit Mineralstoffmängeln und metallischen Belastungen in
Zusammenhang gebracht. Eine quantitative Betrachtung des Versorgungs- und
Belastungsstatus mit geeigneten diagnostischen Methoden ist also in vielen Fällen
erforderlich. Häufig werden hierzu Blut- oder Urinuntersuchungen herangezogen.
Aber auch die Untersuchung von Haaren auf ihren Mineralstoffgehalt gewinnt in
diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung. Blut
und Urin Grundsätzlich
sollte sich die Auswahl des zur Analyse herangezogenen Gewebes an der
Fragestellung orientieren. Ob Haare, Blut oder Urin, jedes dieser Materialien
hat seine ganz spezifischen Eigenschaften, die eng mit seinen Funktionen im
Organismus zusammenhängen. Blut
ist eine Transportmedium, die Konzentrationen von Mineralstoffen und
Spurenelementen hängen relativ stark von der kurzzeitig zurückliegenden
Aufnahme der Stoffe, z. B. über die Nahrung, ab. Die Konzentrationen
essentieller Elemente werden vom Körper so konstant wie möglich gehalten (Homöostase).
Falls die Mineralstoffzufuhr hierfür nicht ausreicht, werden zur
Aufrechterhaltung des Serumspiegels die körpereigenen Reserven mobilisiert.
Mineralstoffmängel sind daher im Serum nicht zu erkennen. Schwermetallbelastungen
sind nur in einem kurzen Zeitraum von wenigen Tagen bis Wochen nach einer akuten
Exposition im Vollblut nachweisbar. Die Halbwertzeit von Quecksilber im Vollblut
beträgt beispielsweise ca. drei Tage (Kommission „Human-Biomonitoring“ des
Umweltbundesamtes, 1998), die von Blei im Vollblut ca. 20 Tage (Kommission „Human-Biomonitoring“
des Umweltbundesamtes, 1996). Sie werden an die Erythrozyten gebunden und von
dort aus relativ schnell in die Depotorgane eingelagert. Auch
Urinuntersuchungen lassen keine Aussagen über den aktuellen Versorgungszustand
zu. Nur bei hoher Belastung sind Schwermetalle ohne vorangegangene Mobilisierung
mit einem Chelatbildner im Urin nachweisbar. Besonderheiten
von Haaren Es
besteht ein Zusammenhang zwischen den in den Haaren vorliegenden
Elementkonzentrationen und den Umweltbedingungen, Ernährungsgewohnheiten,
Lebensbedingungen etc. So fand man Übereinstimmungen zwischen den
Elementkonzentrationen in den Haaren einer nativen Bevölkerungsgruppe
Papua-Neuguineas und den Elementkonzentrationen im Boden ihrer Umgebung und in
ihren Hauptnahrungsmitteln (Ponzetta et al., 1998). Auch bei der Untersuchung
von 17 ethnischen und territorialen Gruppen aus nicht-industrialisierten
Gegenden der ehemaligen UdSSR spiegelten die Elementgehalte der Haare die
jeweiligen geochemischen Gegebenheiten und die Ernährungsgewohnheiten wider (Batzevich,
1995). Dies lässt die Haar-Mineralanalyse geeignet erscheinen für die
Erfassung des körpereigenen Mineralstoffstatus. Doch woraus begründet sich
diese Eignung?
Die
in der Haar-Mineralanalyse gemessenen Elementkonzentrationen spiegeln somit die
durchschnittliche Versorgung bzw. Belastung der Zellen über den Zeitraum wider,
in dem sich der für die Analyse herangezogene Haarabschnitt gebildet hat. Haare
bestehen zum großen Teil aus Keratin, einem Protein, das reich an der
schwefelhaltigen Aminosäure Cystein ist. Diese hat eine hohe Affinität zu
positiv geladenen Metallionen. Dadurch kommt es zu einer festen Einlagerung und
Anreicherung der Mineralstoffe im Haar. Besonders ausgeprägt ist diese
Anreicherung offensichtlich für Spurenelemente und Schwermetalle. Deren
Konzentrationen im Haar liegen um ein bis zwei Größenordnungen über denen in
Blut oder Urin (Katz und Katz, 1992). Aufgrund
der relativ hohen Elementkonzentrationen und der eingesetzten Analysetechniken können
eine Vielzahl essentieller Elemente und Schwermetalle aus einer Probe parallel
bestimmt werden. Haare eignen sich damit prinzipiell zum Nachweis metallischer
Belastungen und zum Aufzeigen von Unterversorgungen mit essentiellen Elementen. Schwermetallbelastungen
in der Haar-Mineralanalyse Schwermetalle
hemmen im Körper metabolische Prozesse, meist indem sie die daran beteiligten
Enzyme inhibieren. Außerdem werden sie in Depotorgane eingelagert. Auf lange
Sicht können sie so Organschädigungen verursachen. In letzter Zeit wuchs die
Erkenntnis, das der Organismus nicht nur durch metallische Belastungen im
toxischen Dosisbereich geschädigt wird, sondern dass diese auch bereits in
niedrigen, subtoxischen Dosierungen, z. B. in Folge von Umweltbelastungen oder
Zahnmaterialien, negative Folgen für die Gesundheit haben. Vor kurzem konnte
der negative Einfluss einer subtoxischen Bleibelastung auf die kognitiven
Funktionen nachgewiesen werden (Schwartz et al., 2000). Verglichen wurde eine
Gruppe von ehemaligen Mitarbeitern eines bleiverarbeitenden Betriebes, die ihre
Arbeit dort vor im Schnitt 16 Jahren niedergelegt hatten und seitdem keiner
akuten Bleibelastung mehr ausgesetzt waren, mit einer Gruppe nie bleiexponierter
Personen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurden mehrfach eine Reihe von
neurologischen und psychologischen Funktionstests durchgeführt. Bei den
ehemaligen Bleiarbeitern verschlechterten sie die untersuchten Funktionen
schneller als in der Vergleichsgruppe. Der Grad der Verschlechterung hing zudem
von der Höhe der zurückliegenden Bleibelastung ab. Haare
sollten auf Grund der oben beschriebenen Anreicherung von Spurenelementen und
Schwermetallen gerade zum Nachweis von niedrig dosierten Belastungen geeignet
sein. In zahlreichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen den
Schwermetallkonzentrationen in den Haaren und Belastungen aus dem Lebensumfeld,
der Ernährung oder Lebensgewohnheiten nachgewiesen werden. So fand man in den
Haaren von Bewohnern der Umgebung einer Bleihütte erhöhte Blei- und
Cadmiumwerte (Langeneckhardt, 1999) und Raucher zeigen im Vergleich zu
Nichtrauchern erhöhte Werte der Schwermetalle Cadmium, Arsen, Cobalt, Chrom,
Nickel und Blei (Abb. 2, Wolfsperger et al., 1994). Die in den Haaren gemessenen
Konzentrationen von Blei, Quecksilber und Mangan korrelieren mit deren
Konzentrationen im Blut (Blei und Quecksilber) bzw. Urin (Mangan) (Foo et al.,
1993). Anhand der Elemente Blei und Quecksilber werden im folgenden die Möglichkeiten
und Grenzen der Haar-Mineralanalyse in diesem Bereich näher erläutert.
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